Kulturinitiative „Der Stadtbildhauer“

Tjark Petrich: Unsere Stadt Hemmoor hat eine reichhaltige Künstlertradition. Dieses gilt es nun auch darzustellen.

Die Stadt Hemmoor hat nicht nur Literaturschaffende mit klingenden Namen hervorgebracht sondern neben vielen Kulturschaffenden in der Stadt, auch Bundesweit und auch international Tätige Künstler gehabt.

Das Werkverzeichnis von Frijo Müller Belecke beginnt im Jahr 1954 in Belecke und endet in meiner Liste 2006 in Stade mit dem „Kopenkerl“. Im Ldkr ist er ca. 21 X vertreten.  Frau Hille….. ist hier aus unserer Ecke, von ihr stammen 3 Figuren aus Zement im Hemmoorium. Über Kunstausstellung in Düsseldorf sind ihre Arbeiten auch in Übersee zur Schau gestellt worden.

Kurt Schuster, ein Aktiver für das Marketing Hemmoor, hatte bis zu seinem Wegzug, sich stark für die „Reisegruppe“ von Herrn Müller-Belecke eingesetzt. Leider ohne Erfolg und ohne Kulturpolitik. Auf dem Rathausplatz haben wir inzwischen eine Art vermittelnde Skulpturenkunst. Das ist, wenn auch zurückhaltend, gelungen.

Ein bekannter Deutscher Künstler, Paul Klee hat 1920 gesagt: „Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar“

Wir wollen für einen festen Zeitraum eines Jahres einen Stadtbildhauer, der über ein zu erhaltenes Stipendium für die bildende Kunst, hier vor Ort wohnt und unter Teilhabe der Einwohner Hemmoors zu Kunstvermittlungsaktion kommt und letztlich sein wirken und werken für Hemmoor, mit plastischer Kunst sichtbar macht. Skulpturen im öffentlichen Raum, wie z.B:  Figur und Konstruktion, Obelisken, Wasser Reliefs, Sonnenuhr usw.

Wir möchten mit der Politik, der Verwaltung und unseren Einwohnern eine kulturelle Teilhabe in Hemmoor erreichen und somit auch die Tür zum gesellschaftlichen Wandel aufschlagen. Wir müssen eine aktivierende und strukturorientierte Kulturpolitik beginnen. Dieses gelingt mit einem Kulturentwicklungskonzept Stadt Hemmoor.

Die aktivierende und strukturorientierte Kulturpolitik der Stadt Hemmoor muss von einer breiten Basis aufgebaut werden. Teilnehmer hierfür sollten z.B. sein: die Stiftung Hemmoor- Zement, der Kulturverein, die Unternehmergemeinschaft, Einwohner der Stadt, die Stadt Hemmoor, Juristen und gern noch weiter Kulturbringer.

Kostenrelevants mag, wie allgemein üblich bei Freiwilligen Leistung, ein Totschlagargument sein. Diese mögen aber einmal über Kultur und Kreativwirtschaft nachdenken. Dieses kann aber auch eine Förderung der Kulturberufe am Standort bewirken. Auch die Künstlerszene lebt nicht nur von der öffentlichen Förderung, sondern ebenso von der Kulturwirtschaft- und dies in waschendem Maß…

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