90 Jahre Rassekaninchenzuchtverein Hemmoor und Umgebung von 1927 e.V.

Lilly Koch ist Vereinsmeisterin  mit dem Zwergwidder, schwarz.

Die 4. Gemeinschaftsschau des Rassekaninchenzuchtverein Hemmoor und Umgebung in der Festhalle Basbeck mit großem Anklang bei Züchtern und Besuchern. Die Stadt Hemmoor übernahm die Schirmherrschaft. Der 1.stellvertretende Bürgermeister Johannes Schmidt (Bürgerforum) gratulierte insbesondere der Jugendsiegerin Lilly Koch aus Hemmoor, die mit ihren 14 Jahren schon auf landes- und bundesdeutschen Meisterschaften mitmischt. Klasse Lilly!

Geschichte

Hier ein kleiner geschichtlicher Hintergrund  zur Entstehung der Kaninchenzüchtervereine. Eine für damalige Zeiten (Armut durch Massenarbeitslosigkeit) wichtige soziale Zusammenkunft, die auch eine gewisse Grundversorgung der Menschen mit Fleich zum Ziel hatte. 1933 war ein Jahr der politischen Wende davon blieb leider auch nicht die Organisation der Kaninchenzüchter davon verschont. In den Kriegsjahren wurden sogenannte Wirtschaftschaftsreformen erlassen, in der es vorgeschrieben wurde nur gewisse Rassen zu halten, andere Rassen liefen nur nebenher und wurden nicht gefördert beim Stallbau oder der Neuanschaffung von Zuchttieren aber es gab auch Rassen die bei der Anschaffung gefördert wurden. Als 1939 der zweite Weltkrieg ausbrach brachte es die Kaninchenzucht fast komplett zum erliegen da die meisten Züchter als Soldaten eingezogen waren.  In den Kriegsjahren wurde sogar die Kaninchenzucht reglementiert, es dufte nur eine bestimmte Anzahl von Tieren gehalten werden und die anderen Tiere die die Tierzahlbegrenzung überschritten waren an gesetzlich vorgeschriebene offizielle Stellen abzuliefern um der Bevölkerung Fleisch als Nahrung bieten zu können. Auch wurden die Kaninchenfelle und die Angorawolle von Frauengruppen verwertet damit man wärmende Kleidungsstücke zur Verfügung hatte. Nach den schweren Kriegsjahren wurde die Kaninchenzucht wieder stärker forciert aber bis zum Anfang der 50er Jahre war sie doch noch recht schwach vertreten, aber sie war vertreten, was aber leider in der Öffentlichkeit nicht so wahr genommen wurde. Ab dem Jahre 1952 ging es wieder stetig bergauf.

 

 

Hinterlassen Sie einen Kommentar