Bürgerforum: Städtische Sicherheit zum öffentlichen Thema machen.

Bürgerforum Hemmoor will öffentliche Debatte: Was sind „sichere“ und „unsichere“ Orte in unserer Stadt?

Müllablagerungen an den Seitenrändern von Gehwegen, Alkoholisierte Jugendliche, Einbrüche,  nächtliches Herumlungern und zerstörte Fahrräder am Bahnhof,  bewußte und rücksichtslose Raserei in den 30ziger Zonen und im Kernbereich von Wohngebieten,  Graffiti an den Wänden oder Hundekot auf der Straße. Von kriminellen Vorfällen, die der Öffentlichkeit im weitesten Sinne verborgen bleiben, mal ganz abgesehen.

Sicherheit und Ordnung hat in unserer Stadt viele Facetten. Auch wenn sich die reale Sicherheitslage und öffentliche Wahrnehmung dabei zum Teil erheblich unterscheiden und die vermeintliche Unübersichtlichkeit in einer Stadt von der Größe Hemmoors, zur Diskussion von Sicherheit und Unsicherheit führt, müssen wir uns dringend auch kommunalpolitisch mit diesem Thema beschäftigen. Unsere Stadt Hemmoor hat öffentliche Plätze und Räume und sie werden durch die städtische Entwicklung noch mehr werden, die wir im Blick behalten müssen. Aber reicht das „im Blick behalten“ ? Ist das nicht viel zu defensiv und theoretisch? Gefühle und Empfingungen, gerade was das Sicherheitsgefühl angeht, ist durch entgegengehaltene „Faktenwirklichkeit“ nicht zu überzeugen.

Alle Bürgerinnen und Bürger fühlen es, „Irgendwie, Irgendwas,Irgendwo“ hat sich verändert“ im Stadtbild und im öffentlichen Leben. Noch wird das Thema innere Sicherheit unserer Stadt überwiegend in den Küchen und Wohnzimmern unserer Bürger diskutiert. Noch privat unter meinungsmässiger Verschlusssache gehalten. Mit den aktuellen Entwicklungen landes- und bundesweit, ist das Thema sichere Stadt allerdings seit längerem und stärker zu einem Thema öffentlicher Diskussion geworden. Die Analysen der letzten Wahlergebnisse zeigen das in aller Deutlichkeit und bringen das persönliche Denken und Empfinden an die Öffentlichkeit.

Der Sicherheitsexperte des Bürgerforums Timo Wiedemann aus Hechthausen, sieht dieses Thema auch für die Samtgemeinde als hoch aktuell an. Wiedemann: Auch in Hechthausen stellt sich dieses Thema.

Für die Einwohner und Einwohnerinnen, sind sie Teil der eigenen Lebensqualität und für Geschäfte eine Standortvoraussetzung. Das Bürgerforum wird dieses Thema in Zukunft verstärkt in die Stadt- und Samtgemeindepolitik einbringen. Stadtentwicklungspolitik  und Sozialraumplanung müssen auch mit diesem Thema stärker öffentlich und ohne Tabus umgehen müssen.  Sicherheit und Ordnung dürfen in unserer Stadt keine untergeordneten Themen mehr sein.

Schutz und Sicherheit der Einwohner und Einwohnerinnen werden in unserem Land in erster Linie durch die Polizei gewährleistet. Die Erwartungen der Einwohnerschaft an die Schaffung und Gewährleistung sicherer Lebensräume richten sich aber gerade auch an uns Kommunalpolitiker und an die Stadtverwaltung.  Haben wir als Kommunalpolitiker überhaupt einen Überblick über das Verständnis von Sicherheit in unsere Stadt? Was für eine Einschätzung haben wir über „sichere“ oder „unsichere“ Orte unserer Stadt? Wir wissen alle nur zugut, dass Sicherheit in der Kommune in sehr starkem Maß anlassbezogen wahrgenommen wird und die Bewertung nicht frei von aktuellen Diskussionen geführt werden. Darum müssen wir uns mit dem Thema „Sicherheit in unserer Stadt“ beschäftigen.

Das Bürgerforum ist der Meinung und ist sich mit dem Bürgermeister unserer Stadt einig, dass wir uns künftig in viel stärkerem Maß mit der Stadtsicherheit, also mit Sicherheitsfragen auseinandersetzen müssen. Ja, wir müssen uns intensiv mit den wachsenden Anforderungen unserer Bürger an Sicherheit und Ordnung beschäftigen. Einen öffentlichen Dialog über Bürgerversammlungen herstellen. Die Landtagswahl wird auch über dieses Thema entscheiden, wie unsere Kandidaten für den Landtag aus kommunalpolitischer Sicht dieses Thema angehen werden. Ausreden und allgemeines Parolieren ist nicht mehr gefragt. Neben Bildung 36,7%, Zuwanderung18%, steht innere Sicherheit zur Zeit einer aktuellen, ständig laufenden Meinungsunfrage an dritter Stelle mit 16%. Diese Zahlen sprechen 1Woche vor der Wahl schon eine deutliche Sprache.

 

 

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