Haltungsresilienz

Bürgerforum:

Führung braucht mehr als Ziele.

Die Bürgerinitiative „McDonald’s am Heistrandbadsee – Nein Danke!“ geht in die bundesweite Presse und macht den vielen anderen BI in Deutschland Mut. Das Netzwerk wird größer und stärker, mutiger und standfester, fachlicher und wirkungsvoller. Die Hemmoorer Verwaltung mußte nun den Stadtrat über das Stolpern „McDonald’s in Hemmoor“ „kleinlaut“ informieren. Die NEZ schrieb 2024 : …Jetzt geht es um Fakten und nicht um Gefühle“.  Die BI hatte keine „hochbezahlten Faktenschreiber“ und doch lieferten gerade sie die Fakten und waren dabei nicht gefühllos… Nicht wir als Politik, noch unsere Verwaltung,  noch die sogenannten Gutachter lieferten die geforderten Fakten.  Die haben wir nun in der BI „McDonald’s am Heidestrandbadsee – Nein Danke!“ zu verdanken. Bürger:innen und Bürger mit umfangreichem Sach- und Fachverstand. Eine Ressource, die leider immer nur als Gegnerin wahrgenommen wird. Leider.

Unser Kommentar:
Am Beispiel des Ansiedlungsversuchs von McDonald’s in Hemmoor am Heidestrandbadsee zeigt sich in besonderer Deutlichkeit, wie schwach Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung auftreten können, wenn es darum geht, das Gemeinwohl, die Bürgerbeteiligung, die Transparenz der Informationen und des Verfahrens und die Glaubwürdigkeit  in die langfristigen Interessen unserer Stadt entschlossen zu vertreten. Der Versuch, die weltweit größte Fast-Food-Kette an einem hochsensiblen Standort anzusiedeln, macht sichtbar, wie schnell zentrale Fragen von Stadtentwicklung, Lebensqualität, Umwelt, Kinder- und Jugendschutz sowie demokratischer Mitwirkung in den Hintergrund geraten können.
Aus Sicht vieler engagierter Bürgerinnen und Bürger verfolgt McDonald’s vor allem eigene wirtschaftliche Interessen. Das Gemeinwesen, die Besonderheiten des Standortes und die Auswirkungen auf das soziale und ökologische Gefüge unserer Stadt stehen dabei erkennbar nicht im Mittelpunkt. Den Preis für ein solches Vorgehen würden am Ende die Menschen vor Ort zahlen — als Bürgerinnen und Bürger, als Familien, als Anwohner und als Stadtgemeinschaft.
Hemmoor hat seit Jahren zu oft erlebt, dass erst reagiert wird, wenn Entwicklungen längst auf den Weg gebracht wurden, statt selbst vorausschauend zu handeln und klare Leitlinien für die Zukunft zu setzen. Umso wichtiger ist es, die Menschen in unserer Stadt sichtbar zu machen, die genau diese Zukunftsarbeit leisten: Menschen die Haltung zeigen, Verantwortung übernehmen, demokratische Beteiligung einfordern und sich nicht mit der bloßen Verlängerung problematischer Gegenwart zufriedengeben.
Gerade in einer Zeit, in der demokratische Prozesse unter Druck geraten, braucht es innere Klarheit, politische Verlässlichkeit und ein zukunftsfähiges Bild davon, wie sich eine Stadt wie Hemmoor entwickeln will. Nur auf dieser Grundlage entstehen tragfähige Entscheidungen mit Wirkung nach außen. Aktuell erleben viele Bürgerinnen und Bürger jedoch eher das Gegenteil: Unklarheit, Widersprüche und eine Politik, die zentrale Fragen der Stadtentwicklung nicht überzeugend beantwortet.
Die Bürgerinitiative gegen die McDonald’s-Ansiedlung an diesem Standort hat bereits vor Monaten bundesweite Aufmerksamkeit erhalten — von Norddeutschland bis in die überregionale Medienlandschaft. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Hier hat eine engagierte, demokratische Bürgerschaft begonnen, ihr Recht auf Beteiligung, Mitsprache und Schutz des Gemeinwohls selbstbewusst wahrzunehmen. Nicht immer ohne Widerstände, aber mit wachsender Klarheit, Sachlichkeit und Wirkung.
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